Skradin

Die idyllische Lage von Skradin an einem tiefen Fjord und umgeben von den bewaldeten Bergen des Nationalparks Krka machen diesen Ort zu einem beliebten Reiseziel für Kroatienurlauber, die Wert auf eine traumhafte Naturkulisse legen.

Skradin Dock

 

Der malerische Fischerort mit seinem beliebten Jachthafen und den von alten Häusern gesäumten Gassen wirkt so, als ob er vom Lauf der Zeit gänzlich unberührt geblieben wäre. Doch dieser Schein trügt, denn Skradin kann eine durchaus wechselvolle Vergangenheit vorweisen und zählt zu den ältesten Orten in Kroatien. Schon die Illyrer errichteten an diesem Fjord eine Siedlung, die später unter römischer Herrschaft zu einer bedeutenden Stadt ausgebaut wurde. Die Blütezeit von Skradin wurde im siebten Jahrhundert durch einfallende Slawen jäh beendet, die den Ort praktisch dem Erdboden gleichmachten. Nachdem die Stadt im Mittelalter als Bischofssitz erneut zu Wohlstand gelangte, brachte die türkische Besetzung Skradin wiederum das wirtschaftliche Aus. Die Stadt verödete und wurde erst unter der Regierung Venedigs mit Siedlern aus dem Hinterland neu belebt.

 

Skradin

Skradin wurde dann zum viel besuchten Ausflugsziel der Bewohner von Sibenik, die sich in dem überschaubaren Ort und seiner herrlichen Umgebung vom geschäftigen Treiben der Hafenstadt erholten. Im Jachthafen und in der Marina von Skradin liegen während der Sommersaison die Segelschiffe und Motorjachten dicht gedrängt nebeneinander, die vom Meer über die Krka nach Skradin gelangen. Der Fluss ist auch sehr fischreich, so dass auch zahlreiche Angler an seinen mit Schilf bewachsenen Ufern ihr Glück versuchen. Schöne Badebuchten garantieren ungestörtes und naturverbundenes Badevergnügen, das sich sehr viel ruhiger und erholsamer ausnimmt als an den gut besuchten Strände von Sibenik.

Die mittelalterlich anmutende Altstadt von Skradin wird von der stark zerstörten Festung Turina mitten im Zentrum dominiert, an der emsig gebaut und renoviert wird. Auch an der nördlich von Skradin gelegenen Ausgrabungsstätte Bribirksa Glavica sind Archäologen damit beschäftigt, die Funde aus illyrischen, römischen und altkroatischen zu bergen und sie der Öffentlichkeit zu präsentieren.

 

Skradin town

Skradin gilt auch als Tor zum Nationalpark Krka, wo der gleichnamige Fluss auf seinem Weg zum Meer mit atemberaubenden Wasserfällen und Kaskaden ein einmaliges Naturschauspiel bietet. Von Skradin aus gelangt man bequem mit dem Boot flussaufwärts zum Skradinski bug, mit seinen spektakulären Wasserfällen, in deren unmittelbarer Nähe man sogar baden kann. Wer sich die tosenden Wassermassen lieber vom Trockenen aus anschauen mag, findet viele Wandermöglichkeiten, die zu romantischen Zielen wie dem Kloster Visovac und zur Klosterinsel führen, die man jedoch nur mit dem Boot erreicht.

Feriengäste, die in Skradin wohnen, können nun den Spieß umdrehen und ihrerseits einen Tagesausflug nach Sibenik unternehmen und durch die mittelalterliche Altstadt bummeln, die sehr eindrucksvoll von der trutzigen Mihovil-Festung und dem Dom beherrscht wird. Sibenik sollte man unbedingt auch bei Dunkelheit besuchen, wenn das alte Gemäuer des historischen Stadtkerns im Scheinwerferlicht erstrahlt.

 

SKRADIN GALLERY

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